
Ich bringe dem Publikum bei, die eigene Indifferenztonlage zu finden und in dieser zu summen.
Danach bitte ich die Zuschauer*innen für sich selbst im Kopf zusammenzurechnen, wie hoch das eigene Jahresbruttoeinkommen ist.
Ich mache den Raum komplett dunkel. Auf dem Boden erscheint ein mit Leuchtklebeband befestigtes Koordinatensystem – dessen X-Ache bei 0 Euro startet und bei <150.000 Euro endet. Ich bitte die Zuschauer*innen sich auf der Höhe der X-Achse zu positionieren, die ihrem jeweiligen Jahresgehalt entspricht. Mit einem Tonaufnahmegerät schreite ich langsam die X-Achse entlang, an wem ich vorbeikomme ist aufgefordert in der eigenen Indifferenztonlage zu summen.
So entsteht der „was wir verdienen Song“. Ich mache das Licht wieder an. Ich erzähle was mich zu der Erschaffung des Songs getriben hat, nämlich eine Studie, der Bertelsmannstiftung aus dem Jahr 2023 deren Ergebnis war, dass die Lebens-Einkommenslücke zwischen Männern und Frauen in Westdeutschland bei 45% liegt.
Ich schließe das Tonaufnahmegerät an eine Musikbox und wir hören uns gemeinsam den so entstandenen Song über die Einkommensverteilung dieser zufällig zusammen gekommenen Gruppierung an Publikum an:
Entstanden am 15. November 2025 im Rahmen von „GENERATIONS 4. BLENDING Q – FEMSURRECTION“ als Begleitprogramm der Ausstellung „HER. un/seen. Künstlerinnen im Malkasten 1977-1997“ im Jacobihaus des Malkastens in Düsseldorf